Werkstattwissen Werkzeug, Ersatzteile und Werkstattausrüstung: Normen, Kennwerte, Auswahl.

Ersatzteile

Bevor ein Teil passt, muss klar sein, welche Ausführung das Fahrzeug trägt. Die Angaben dafür stehen in der Zulassungsbescheinigung und am Bauteil selbst.

Fahrzeuge derselben Baureihe tragen unterschiedliche Teile. Innerhalb eines Modells ändern sich Bremsanlagen, Achsen und Aggregate über die Bauzeit, und zwei äußerlich gleiche Fahrzeuge können verschiedene Ausführungen haben. Deshalb steht am Anfang nicht die Auswahl, sondern die Bestimmung.

Die Angaben am eigenen Fahrzeug

In der Zulassungsbescheinigung Teil I stehen der Herstellerschlüssel (Feld 2.1) und der Typschlüssel (Feld 2.2). Zusammen benennen sie die Typvariante genauer als Modellname und Baujahr. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer in Feld E ist eindeutig für das einzelne Fahrzeug. Der Motorcode grenzt weiter ein, weil viele Teile am Aggregat hängen und nicht an der Karosserie.

Kennzeichen am Bauteil

Viele Bauteile brauchen eine Genehmigung, um im öffentlichen Straßenverkehr verwendet werden zu dürfen. Sichtbar wird das als Genehmigungszeichen: ein großes E mit einer Kennziffer im Kreis für eine ECE-Genehmigung, ein kleines e im Rechteck für eine EU-Typgenehmigung. Die Kennziffer benennt das Land, in dem die Genehmigung erteilt wurde, nicht die Qualität und nicht das Herkunftsland des Teils.

Daneben stehen Bezeichnungen, die etwas über die Herkunft sagen, aber nichts über eine Prüfung: Erstausrüsterqualität heißt, dass ein Zulieferer ein technisch gleichwertiges Teil unter eigener Marke anbietet. Identteil heißt, dass es aus derselben Fertigung stammt wie das ab Werk verbaute. Beides sind Angaben des Anbieters, keine Prüfergebnisse.

Wo diese Seite aufhört

Ob ein bestimmtes Teil an ein bestimmtes Fahrzeug passt, entscheidet der Teilekatalog des Anbieters oder eine Werkstatt anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer. Hier steht, welche Angaben man dafür braucht und was die Kennzeichen bedeuten. Eine Teilesuche findet hier nicht statt.